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Prof. Dr. Wolfgang Schrader Netzhaut- und Glaskörperchirurgie

Zur Person · Curriculum Vitae

Prof. Dr. med. Prof. h. s. (UMF Iași) Wolfgang F. Schrader, FEBO

Stand: 19. September 2026

Porträt von Prof. Dr. Wolfgang Schrader im weißen Arztkittel

Prof. Dr. med. Prof. h. s. Wolfgang F. Schrader wurde in Berlin-Charlottenburg geboren. Er absolvierte sein Medizinstudium in Essen und Tübingen und schloss dieses 1984 ab. Seine Facharztausbildung durchlief er an der Universitäts-Augenklinik Freiburg, wo er später als Oberarzt tätig war. Bereits seit 1986 führt er vitreoretinale Operationen selbstständig durch. Von 1995 bis Juni 2008 arbeitete er als Oberarzt und Leiter der Abteilung für Vitreoretinale Chirurgie an der Universitäts-Augenklinik Würzburg. Im Jahr 2001 wurde er habilitiert und 2010 zum außerplanmäßigen Professor ernannt. Von 2008 bis 2014 leitete er die Abteilung für Vitreoretinale Chirurgie an der Maximilians-Augenklinik in Nürnberg. Von 2014 bis 2026 war er Chefarzt der Augenklinik der Rotkreuzklinik Würzburg und arbeitete parallel dazu im Augenzentrum Würzburg, zwischen 2022 und August 2026 als ärztlicher Leiter des OSG Augenzentrums Würzburg. Alle vier Abteilungen, die Dr. Schrader in den vergangenen 40 Jahren aufgebaut hat, wurden bedeutende Referenzzentren für vitreoretinale Erkrankungen in Deutschland.

Dr. Schrader wurde mehrfach ausgezeichnet: Im April 2005 erhielt er den Titel „Prof. honorificum senatus“ der medizinischen Fakultät der Universität Iași (Rumänien), und im Mai 2006 wurde ihm der Meyer-Schwickerath-Preis der Deutschen Diabetes-Gesellschaft für seine Forschungsarbeiten zur Spektrometrie des Auges – als Ansatz für eine nicht-invasive Diagnostik – verliehen. Zu seinen weiteren Forschungsschwerpunkten zählen neue chirurgische Rekonstruktionsverfahren bei schweren Augenverletzungen sowie die Makula- und Netzhautablösungschirurgie. Im Jahr 2012 erhielt er den Ocular Trauma Award der Helen-Keller-Stiftung. Während des Zulassungsverfahrens für Ranibizumab war Dr. Schrader als Berater für das Paul-Ehrlich-Institut bei der European Medicines Agency (EMA) tätig.

Prof. Dr. Wolfgang Schrader gehört zu den „Top-Medizinern“ in ganz Deutschland. Dies ermittelte das Nachrichtenmagazin Focus in Deutschlands größter Ärztebewertung und auch das Magazin Stern. Prof. Dr. Schrader erhielt diese Auszeichnung regelmäßig seit 2010 (bis einschließlich 2026, für die Bereiche Netzhauterkrankungen und zuletzt auch für die diabetische Retinopathie). Sie unterstreicht die Bedeutung seiner über 30jährigen Tätigkeit in der augenärztlichen Versorgung in Nordbayern und den angrenzenden Regionen. Diesen Zuspruch empfindet Prof. Dr. Schrader auch zugleich als Verpflichtung, der stetig wachsenden Nachfrage durch Patienten und zuweisende Ärzte auch in Zukunft kompetent und persönlich zugewandt zu begegnen.

Prof. Dr. Schrader veröffentlichte mehr als 130 wissenschaftliche Arbeiten und hielt über 750 Vorträge auf wissenschaftlichen Tagungen und auf Fortbildungsveranstaltungen. Für seine internationale Forschungs- und Lehrtätigkeit erhielt Prof. Dr. Schrader zahlreiche Auszeichnungen, so wurde ihm 2005 eine Ehrenprofessur (Prof. honorificum senatus) der medizinischen Fakultät der Universität Iași, Rumänien, verliehen, 2006 der Meyer-Schwickerath-Preis der Deutschen Diabetes Gesellschaft. 2012 wurde er in Chicago anläßlich der Helen Keller Lecture mit dem Ocular Trauma Award der Helen Keller Foundation und der American Academy of Ophthalmology (AAO) ausgezeichnet. Prof. Dr. Schrader ist Vizepräsident der International Society of Ocular Trauma (ISOT) und Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Traumatologie der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft. In dieser Eigenschaft beteiligt sich Prof. Dr. Schrader regelmäßig weltweit an mehrtägigen Ausbildungskursen für junge Ophthalmochirurgen, sowohl allgemein als auch speziell auf dem Gebiet der Augenverletzungen. In Anerkennung seiner Lehr- und Weiterbildungstätigkeit im deutschsprachigen Raum erhielt er 2010 und 2013 die DOC Medaille in Bronze. 2011 wurde Prof. Dr. Schrader mit der Medaille der Deutschen Ophthalmochirurgischen Gesellschaft in Gold für sein besonderes Engagement in der ophthalmologischen Weiterbildung geehrt.

Studium

Studium der Humanmedizin an der Universität Essen-GHS und an der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen

Ärztliche Tätigkeiten

  • 1984 – 1988Facharztausbildung Universitätsaugenklinik Freiburg
  • 1988 – 1995Oberarzt, Schwerpunkt Netzhautchirurgie, Universitätsaugenklinik Freiburg
  • 1995 – 2008Oberarzt und Leiter des Retinologischen Schwerpunktes an der Universitätsaugenklinik Würzburg
  • 2001Habilitation
  • 2008 – 2014Leiter des Glaskörperchirurgischen Schwerpunktes, seit 2010 Chefarzt an der Maximilians-Augenklinik Nürnberg
  • 2010Ernennung zum außerplanmäßigen Professor
  • 2014 – 2026Leiter der Netzhaut- und Glaskörperchirurgie am Augenzentrum Würzburg, 2022 – August 2026 ärztlicher Leiter des OSG Augenzentrums Würzburg
  • 2014 – 2026Chefarzt der Augenklinik der Rotkreuzklinik Würzburg
  • 2010 – 2017Empfehlung als Netzhautspezialist in der renommierten Ärzteliste des Nachrichtenmagazins FOCUS (2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017)

Wissenschaftliche experimentelle Tätigkeiten

  • 1978 – 1979Arbeiten im physikalischen Institut der Universität Essen GHS (Prof. Fercher): Laserinterferometrie an bewegten Objekten
  • 1982 – 1984Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik, Tübingen: Untersuchungen zur visuellen Informationsverarbeitung der Katze
  • 1990 – 2008Spektroskopische Untersuchungen am Auge, Zusammenarbeit mit dem Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Essen – GHS, dem Institut für Physikalische Chemie der Universität Würzburg und dem Institut für Physikalische Chemie der Universität Jena

Wissenschaftliche klinische Tätigkeiten

  • Schwere Augenverletzungen: Epidemiologie, neue operative Rekonstruktionsverfahren und funktionelle Ergebnisse
  • Pars plana Vitrektomie: Evaluierung neuer operativer Verfahren in der Behandlung der Ablatio retinae, des Makulaforamens und der altersbedingten Makuladegeneration
  • Europäische Multicenter Studie der Retinologischen Gesellschaft: Scleral Buckling versus Primary Vitrectomy in Rhegmatogenous Retinal Detachment (SPR-Study)
  • Deutsche Multicenter Studie zur Strahlentherapie subfovealer chorioidaler Neovaskularisationen bei altersgebundener Makuladegeneration (RAD Studie)
  • Internationale Multicenter Studie zur epiretinalen Strahlentherapie subfovealer chorioidaler Neovaskularisationen in Kombination mit intravitrealen Medikamenteneingaben bei altersgebundener Makuladegeneration (Cabernet-Studie)
  • Internationale Multicenter Studien zur Evaluierung der Sicherheit intravitrealer Medikamenteneingaben bei subfovealen chorioidalen Neovaskularisationen bei altersgebundener Makuladegeneration (Sustain-Studie, Secure-Studie, WAVE-Studie)

Ehrungen

  • 1974 und 1975Erster und dritter Bundespreis im Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten (Gustav-Heinemann-Wettbewerb zum Verständnis deutscher Freiheitsbewegungen) mit Forschungsarbeiten über die Revolutionen 1848/49 und 1918/19
  • 2005Ehrenprofessur (Prof. honorificum senatus) der medizinischen Fakultät der Universität Iași, Rumänien
  • 2006Meyer-Schwickerath-Preis der Deutschen Diabetes Gesellschaft
  • 2010 und 2013DOC Medaille in Bronze in Anerkennung der Lehr- und Weiterbildungstätigkeit im deutschsprachigen Raum
  • 2011Medaille der Deutschen Ophthalmochirurgischen Gesellschaft in Gold für besonderes Engagement in der ophthalmologischen Weiterbildung
  • 2012Helen Keller Lecture und Ocular Trauma Award der Helen Keller Foundation und der American Academy of Ophthalmology (AAO)

Nationale und internationale Aktivitäten

Mitgliedschaften in wissenschaftlichen Gesellschaften

Unter anderem besteht Mitgliedschaft in folgenden wissenschaftlichen Gesellschaften:

  • Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA)
  • Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG)
  • Deutschsprachige Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation (DGII)
  • Fellow of the European Board of Ophthalmology (FEBO)
  • International Society of Ocular Trauma, Vice President (ISOT)
  • Retinologische Gesellschaft (RG)
  • Verband der leitenden Krankenhausärzte (VLK)

Mitglied im wissenschaftlichen Beirat folgender Zeitschriften

Gutachterliche Tätigkeiten

  • Journals: Acta Ophthalmologica, Brit J Ophthalmol, Croatian Medical Journal, Documenta Ophthalmologica, Graefe’s Archives, Journal of Emergencies Trauma and Shock, Journal of Postgraduate Medicine, Klin Mbl Augenheilkunde, Die Ophthalmologie, Ophthalmic Epidemiology, Strabismus
  • Medizinische Fakultäten Tübingen und Würzburg
  • zahlreiche Gerichtsgutachten

Publikationen und Vorträge